Ende

Diese schöne Erinnerung an die Ausstellung habe ich zum Abschluss von einigen Sammlern geschenkt bekommen. Vielen Dank!

Genau 99 Tage hieß es im Niederrheinischen Freilichtmuseum „Viel mehr als Plastik – Actionfiguren und ihre Geschichte(n)“. Viele Besucher fanden sich in den letzten drei Monaten bei uns ein, um G.I. Joe, He-Man und Co. genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei kamen sie nicht nur vom Niederrhein und dem nahen Ruhrgebiet, sondern auch aus Berlin oder dem Saarland.

Vergangenen Sonntag öffneten sich nun zum letzten Mal die Tore in die bunte Welt aus Plastik. Heute, nach nur fünf Tagen, sind die Vitrinen schon leer und die Stücke für die nächste Ausstellung liegen schon bereit. „Neues vom Alt. Geschichte(n) rund um eine niederrheinische Spezialität“ wird sie heißen und allerhand Wissenswertes über das Altbier präsentieren.

Damit endet nun auch die Arbeit an meiner ersten eigenen Ausstellung. Daher möchte ich mich noch einmal bei allen Leihgebern für ihre Unterstützung, bei allen Besuchern für ihr Interesse und auch bei den Bloglesern für beinahe 10.000 Klicks bedanken!

Wir sehen uns im Museum!
Kevin Gröwig

Das sagen die Besucher

GästebuchEtwa länger als einen Monat läuft die Ausstellung nun – wie ich finde, der richtige Zeitpunkt, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Viel schöner als der Blick auf die nackten Besucherzahlen ist dabei natürlich der Blick in das bereits gut gefüllte Gästebuch. Die Einträge zeigen, dass das Thema Actionfiguren nicht etwa nur die Sammler begeistert. Viel mehr versetzt die Ausstellung auch andere Besucher häufig in ihre eigene Kindheit („Vielen Dank für die Entführung in das Reich meiner Kindheits-Abenteuer“) oder in die der eigenen Kinder („…erinnerte mich an die Kinderzeit meiner Söhne“) zurück. Auch die kleinen Besucher erfreuen sich an den Figuren („Die Star Wars Sachen sind gut und die Himen Sachen auch!“) und entdecken sogar neue Interessen („… meine 4-jährige Tochter möchte jetzt gerne eine She-Ra haben“). Besonders gefreut habe ich mich auch über den Eintrag einer Besucherin. Sie teilte über das Gästebuch mit, dass sie ihren Freund „selten so glücklich gesehen“ habe. Vielen Dank – das hört man gerne!

Wer sich übrigens die Texte nicht selber durchlesen und sich noch etwas intensiver mit der Geschichte der Actionfiguren auseinandersetzen möchte: am 28.7. und am 1.9. findet jeweils um 14 Uhr eine kostenlose Führung durch die Ausstellung statt.

 

Hereinspaziert!

Am Sonntag war es endlich soweit: nach über einem Jahr von der Idee bis zur Umsetzung haben wir die Ausstellung „Viel mehr als Plastik – Actionfiguren und ihre Geschichte(n)“ eröffnet. Zahlreiche Besucher sind erschienen und haben bei einem Glas Sekt und etwas Gebäck die Vitrinen genau unter die Lupe genommen. Die Stimmung war toll und auch viele der Leihgeber waren da, um ihre Stücke „zu besuchen“. Die Presse hat die Chance direkt genutzt und einige von ihnen zum Interview gebeten.

 

 

 

Für das Blog bedeutet die Eröffnung natürlich nicht das Ende. Nach wie vor finden sich hier alle Infos rund um die Ausstellung. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Lesern für das große Interesse zu bedanken!

Ich freue mich auf Euren Besuch!

Ausstellung zum Mitnehmen

Druckfrisch ist es soeben im Museum eingetroffen – das Buch zur Ausstellung! Leider liegt es ja in der Natur einer Sonderausstellung, dass sie zeitlich begrenzt ist. Daher haben wir die wichtigsten Erkenntnisse unserer Arbeit in einem Begleitbuch zusammengefasst – sozusagen eine Ausstellung zum Mitnehmen.

Auf 84 Seiten findet sich in vier Aufsätzen viel Wissenswertes zu den Themen Entstehung und Vermarktung von Actionfiguren sowie zu deren Stellung im Deutschland der 1970er/80er Jahre. Auch die Rolle des Internets als Medium für Actionfiguren-Sammler wird thematisiert. Natürlich enthält das Buch auch zahlreiche Fotografien von Ausstellungsstücken. Erhältlich ist das Buch ab Sonntag hier im Museum.

Es wächst…

Die Dino Riders auf dem Weg in die Vitrine – die Figuren im Hintergrund haben den Einzug bereits hinter sich!

Der Countdown läuft…

Vor etwa einem halben Jahr habe ich Euch an dieser Stelle unseren Vorab-Flyer präsentiert. Und seit letzter Woche hat die Ausstellung nun auch ein eigenes Plakat! Es zeigt mit G.I. Joe, Big Jim, Darth Vader und He-Man vier der bekanntesten Vertreter der großen Actionfigurenfamilie.

 

 

 

 

Ebenfalls seit letzter Woche kommt auch Leben in die Ausstellungsräume. Einen ersten Eindruck von einigen der (noch leeren) Vitrinen bekommt ihr auf dem Foto rechts. Sobald die ersten Figuren in ihre neue Bleibe für die nächsten Monate eingezogen sind, erfahrt Ihr das natürlich als erstes hier!

Europas heldenhafte Schildkröten

Diese Originalverpackung aus den 1990er Jahren zeigt das überarbeitete Logo…
(Foto: Manuel Braun)

Anfang der 1990er Jahre störte sich die britische Rundfunkanstalt BBC an dem Begriff Ninja im Titel der Zeichentrickserie Teenage Mutant Ninja Turtles, da sie ihn als zu gewalttätig empfand. Also ersetzte man Ninja durch Hero (dt., Held). Sämtliches Filmmaterial, die Spielzeugreihe und alle Werbeartikel wurden überarbeiten, um aus den Teenage Mutant Ninja Turtles die Teenage Mutant Hero Turtles zu machen. Auch auf dem deutschen Markt suchte man lange vergeblich nach den Ninja Turtles, da hierzulande wie in einem Großteil Europas die auf Betreiben der BBC  vorgenommene Änderung des Namens übernommen wurde.

…wogegen diese Originalverpackung von 2013 das unveränderte Logo zeigt.
(Foto: Manuel Braun)

Heutzutage scheint man sich an dem Bezeichnung Ninja im Zusammenhang mit Spielzeug nicht mehr zu stören: die seit Ende 2012 auch in Deutschland ausgestrahlte neueste Serienadaption der Teenage Mutan Ninja Turtles wurden keiner Namenskorrektur unterzogen und so lösten die Ninjas die Heroes auch in den Spielzeugläden ab.

 

Mit vereinten Kräften für die Umwelt

Captain Planet (3.v.l.) und die Planeteers (v.l.): Gi (China), Kwame (Ghana), Captain Planet, Wheeler (USA), Linka (UdSSR), Ma-Ti (Brasilien).
Foto: Manuel Braun

Im Jahr 1990 erschien im US-amerikanischen Fernsehen (ab 1992 auch in Deutschland)  die Zeichentrickserie Captain Planet and the Planeteers. Diese sollte nicht nur unterhalten, sondern auch ein gewisses Maß an Umweltbewusstsein vermitteln. Die Serie erzählt von den Planeteers (in Deutschland „Planetenteam“), die vor allem gegen Umweltzerstörung und die Ausbeutung der Erde kämpfen. Das Team setzt sich aus fünf jungen Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen, die alle über einen magischen Ring verfügen. In diesen ist jeweils eines der Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft und die Kraft der Liebe gespeichert. Mit diesen Ringen rufen die Planeteers in besonders kritischen Situationen den Titelhelden Captain Planet herbei. Ausgestattet mit allerhand übermenschlichen Kräften, eilt dieser dann zur Hilfe.

Duke Nukem (l.) und Hoggish Greedly (r.)
Foto: Manuel Braun

Die Bösewichte der Serie stehen meist für eine bestimmte Form der Umweltzerstörung, dabei weisen bereits deren Namen auf das jeweilige „Spezialgebiet“ hin: Duke Nukem (in Deutschland „Graf Atomar“) beispielsweise steht für die Bedrohung der Erde durch Kernenergie. Sein Name ist ein Wortspiel aus den englischen Begriffen „Duke“ (dt., Graf) und „nuke (th)em“ (dt., atomisiere sie). Der Charakter Hoggish Greedly (in Deutschland „Raffgier“) dagegen, steht als Symbol für die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und Gier. Sein Name setzt sich aus den englischen Begriffen „hoggish“ (dt., schweinisch, verfressen) und greed(i)ly (dt., gierig) zusammen.

Basierend auf der Zeichentrickserie Captain Planet and the Planeteers veröffentlichte der Konzern Tiger Toys ebenfalls 1990 eine gleichnamige Reihe von Actionfiguren. Diese enthält neben Captain Planet auch die Planeteers sowie die meisten Bösewichte. Dass dabei alle Figuren aus Plastik hergestellt wurden, ist mit Blick auf die eigentliche Aussage der Zeichentrickserie allerdings etwas verwunderlich …

Alle Vögel sind schon da

Etwas weniger als zwei Monate sind es jetzt noch bis zur Ausstellungseröffnung am 2. Juni und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Texte werden geschrieben, Fotos werden gemacht und eine Menge Kleinigkeiten werden erledigt. Bis auf die ein oder andere Figur ist der Großteil der Hauptdarsteller mittlerweile im Museum eingetrudelt. Sicher verstaut, warten sie jetzt darauf fotografiert und schließlich in die Vitrinen geräumt zu werden. Wer genau hinschaut, kann sicher die ein oder andere bekannte Actionfiguren-Reihe entdecken!

Der Mann mit der Silberbüchse

Mattel lieferte Winnetou inklusive seines berühmten Gewehres „Silberbüchse“.
(Leihgeberin: M. Heuschen)

Ausgelöst durch die Verfilmungen einiger Werke des Schriftstellers Karl May (1842-1912) herrschte in Deutschland seit den 1960er Jahren eine große Winnetou-Begeisterung. Daran anknüpfend veröffentlichte Mattel 1976 die zuvor bereits in Spanien erschienenen Wild West-Figuren Geronimo und Dakota Joe in Deutschland als Winnetou und Old Shatterhand. Die auf den Big Jim-Figuren basierende Karl May-Serie entwickelte sich zu einem Erfolg und weitere Figuren sowie verschiedenes Zubehör folgten.

Anstelle des Big Jim-Logos trugen die Figuren der Karl May-Serie einen entsprechenden Aufdruck.
(Leihgeberin: M. Heuschen)

Eine Besonderheit ist die Figur Nscho-Tschi: Winnetous Schwester ist die einzige weibliche Figur der gesamten Big Jim-Reihe.